
Der Leistungskurs Biologie der Q1 ist Ende April zum Heiligen Meer ins Münsterland gefahren, um vor Ort die Gewässerökologie live zu erleben. In Begleitung von Frau Pongratz und Herrn Horten wurden bei bestem Wetter Proben der Gewässer entnommen und gemeinsam ausgewertet.
TAG 1
Allgemeine Einführung zum Naturschutzgebiet “Heiliges Meer”
Nach einer allgemeinen Einführung zum Naturschutzgebiet “Heiliges Meer” im Seminarraum begaben sich die Schülerinnen und Schüler auf einen Rundgang durch das NSG. Es konnten verschiedene Gewässertypen (Stillgewässer, Fließgewässer, Grundwasser) kennengelernt und die Sukzession der Seen erfahren werden (Eutrophierung der Gewässer). Auch viele andere Aspekte des Naturschutzgebietes wie die Heidelandschaft, der Wald als Klimaxstadium der natürlichen Sukzession, die Verlandungssukzession und die Vegetationszonierung am oligotrophen und eutrophen See konnten direkt beim Rundgang durch das Ökosystem erfahrbar gemacht werden. Die Einflüsse und Auswirkungen des Kohlenstoffkreislaufs sowie allg. Floristik und Faunistik, Zeigerpflanzen und Neobiota wurden an dem Tag erarbeitet und durch Feldmessungen (Temperatur, pH-Wert und elektrische Leitfähigkeit) greifbar gemacht.
TAG 2
Feldmessungen im Großen Heiligen Meer
Am zweiten Tag stand die biologische Feldarbeit im Vordergrund. Nach einer kurzen theoretischen Wiederholung der Zonierung eines Sees im Seminarraum, ruderten die Schülerinnen und Schüler auf das Große Heilige Meer hinaus, um vor Ort Wasserproben aus unterschiedlichen Tiefen des Sees zu entnehmen und auf verschiedene abiotische Faktoren und Nährsalze zu prüfen. Anschließend wurde im Seminarraum ein Vertikalprofil anhand der eigenen Werte ermittelt und besprochen.

TAG 3
Planktonorganismen mikroskopieren
Am dritten Tag ruderte der Leistungskurs ein letztes Mal hinaus auf das Große Heilige Meer. Mit dem Planktonnetz wurde eine Vertikal- und eine Horizontalprobe aus dem Gewässer entnommen und anschließend unter dem Mikroskop betrachtet. Dabei zeigte sich die enorme Vielfalt des Planktons. Über 40 verschiedene Arten konnten entdeckt und bestimmt werden, darunter sogar ein Exemplar, das selbst für den Referenten vor Ort noch neu war: das “Blaue Trompetenwimperntierchen”.

Das war ein letztes Highlight der insgesamt sehr lehr- und ereignisreichen Kursfahrt zum Heiligen Meer.






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