Nach der vierten Unterrichtsstunde am Freitag war die Schulwoche für das Robotik-Team tASG Force vorzeitig beendet und endlich ging es los nach Leipzig. Dort fand am Wochenende das Mitteleuropafinale der FIRST LEGO League statt, für das sich das Team zuvor in zwei Wettbewerbsrunden qualifiziert hatte. Gegen mehr als 700 andere Teams aus Deutschland, Österreich und der Schweiz hatte sich die tASG Force damit im Vorfeld durchgesetzt. Neben den zwölf Schülerinnen und Schülern reisten auch die beiden ehemaligen ASGler und heutigen Coaches Franziska Brehme und Linus Bittner, die das Team im Vorfeld mit großem Engagement und Fachwissen neben dem eigenen Studium unterstützt hatten, nach Leipzig. Zudem begleiteten Frau Müller, Herr Maiworm und Herr Rinke das Team. Ermöglicht wurde die Reise wiederum durch die Unterstützung des Unternehmens Novelis sowie des Fördervereins des ASG. Nach der Anreise wurden die Zimmer im Hotel bezogen und noch letzte Vorbereitungen für den Wettbewerb getroffen.
Samstag – Auftakt auf höchstem Niveau: Nach einem gemeinsamen Frühstück im Hotel und dem Check-in im Neuen Rathaus der Stadt Leipzig fand die offizielle Eröffnung des Finales statt. Mit viel Liebe zum Detail gestalteten die Plettenberger Schülerinnen und Schüler den eigenen Teamstand und das gegenseitige Kennenlernen der anderen Teams konnte beginnen. Von Anfang an war das sehr hohe Niveau aller teilnehmenden Teams deutlich erkennbar, sei es bei den vorgestellten Forschungsprojekten oder den unterschiedlichsten Roboterkonstruktionen.
Nachdem am Nachmittag die nur im Finale ausgetragene Disziplin „Live Challenge“, bei der das Team spontan die Lösung für drei vorher unbekannte Aufgaben auf dem Roboterspielfeld entwickeln musste, gut bewältigt wurde, ging es am Abend in die Moritzbastei zur Teamparty in ausgelassener Atmosphäre. Hier konnten viele neue Freundschaften geschlossen werden.
Sonntag – Wettbewerbstag mit besonderer Überraschung: Früh am Morgen ging es am zweiten Tag des Finales wieder zum Neuen Rathaus und die bekannten Wettbewerbsdisziplinen „Robot-Game“, „Roboterdesign“ und „Forschung“ standen auf dem Programm. Obwohl sich das Team im „Robot-Game“ im Vergleich zum Deutschlandfinale in Aachen steigerte, blieb es unter der eigenen Zielpunktzahl. Damit wurde der Einzug ins Viertelfinale leider verpasst. In der Jury-Session überzeugte die tASG Force hingegen mit einer sehr gelungenen Präsentation des Forschungsprojektes zum selbst entwickelten LiDAR-Drohnenmodul für eine kostengünstige Prospektion (archäologische Erkundung) unbekannter Gebiete. Dabei hatte das Team seit der letzten Wettbewerbsrunde zahlreiche Weiterentwicklungen umgesetzt, darunter eine selbst konstruierte Bewegungsautomatik für den Scanner zur Erstellung einer eigenen Punktwolke mit dem Prototypen und ein schichtartig aufgebautes Demonstrationsmodell zur LiDAR-Technik. Auch beim Roboterdesign zeigte sich die Jury beeindruckt vom einzigartigen „Magazin-Roboter“-System der Plettenberger.
Auch wenn es dann bei der Siegerehrung nicht zu einem der vorderen Plätze in der Gesamtwertung reichte (nur die ersten drei Plätze werden vom Veranstalter veröffentlicht), gab es dennoch eine tolle Überraschung zum Abschluss. Nach Nominierung durch andere Wettbewerbsteilnehmer und durch Auswahl der Jury wurde die tASG Force mit einem der begehrten Finalpokale – dem Sonderpreis für besonderen Teamgeist – ausgezeichnet. Damit konnte das Team voller Stolz den ersten Pokal auf einem internationalen Wettbewerb entgegennehmen. Darüber hinaus machten die zahlreichen Begegnungen mit den besten Robotik-Teams aus der D-A-CH-Region das Wochenende zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Hier geht es zum Beitrag der WDR Lokalzeit Südwestfalen (Bericht beginnt bei 13:15 Minuten)






Schreibe einen Kommentar